Demenz verstehen. Sinnvoll handeln.

Die Welt des Gerontogartens

Gerontogärten, wie die speziell für Demenzkranke angelegten Gärten genannt werden, stellen eine Erweiterung des Lebensraums und der Therapie dar. Ein Gerontogarten ist ein Ort, an dem Erkrankte Ruhe und Orientierung, Beschäftigung und Geborgenheit finden. Die Wege sind als Rundwege angelegt und ermöglichen den Erkrankten ihrem Bewegungsdrang nachzugehen, ohne sich zu verirren. Dies vermittelt und gibt ihnen das Gefühl der Sicherheit. Klang- und Windspiele, Pflanzen und Sträucher sowie Aromabeete gehören zum Garten, um die jahreszeitliche Orientierung, das Riechen und Berühren zu unterstützen. Bänke laden zum Ausruhen und Verweilen ein. Tiergehege, beispielsweise mit Hasen, bieten die Möglichkeit, sich im Garten zu beschäftigen. Unsere Erfahrungen mit der Tiertherapie sind fast ausschließlich positiv. So ein Garten aktiviert die Sinne und regt die Bewohner dazu an, ihre Gefühle in den verschiedenen Gefühlsräumen auszuleben.

Licht und Farbe

Orange wirkt anregend, Gelb hellt die Stimmung auf, Blau beruhigt ... Der Einfluss der Farben ist heute weitgehend bekannt. Diese Wirkungen können auch genutzt werden, um das Wohlbefinden von demenzkranken Menschen zu fördern und Begleiterscheinungen zu mindern. Die Bestrahlung mit farbigem Licht ist nur eine von ganz unterschiedlichen Formen der Farbtherapie. Hierfür wird ein Farbstrahler benutzt, in den verschiedene Farbfilter eingesetzt werden können. Das Ziel bei der Farbtherapie ist es, Symptome der Demenz oder der Begleiterkrankungen wie Schmerzen, Schlafstörungen oder Angstzustände zu lindern.